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ESF-Projekte

ESF-Projekte

Die ersten Projekte der Förderperiode 2007-2013 haben in Rheinland-Pfalz am 1. November 2008 begonnen. Die folgenden Projektbeispiele geben Ihnen einen guten Überblick über die Bandbreite der ESF-Förderung in unserem Land!

Berufliche Integration von Strafgefangenen (bfw, JVA Zweibrücken)

Die berufliche Integration von Strafgefangenen ist, vor allem nach mehrjährigen Haftstrafen, besonders schwierig. Die Haftzeit wirkt sich in erheblichem Maße auf die Persönlichkeitsstruktur und die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen aus. Mit Mitteln in Höhe von über 500.000 Euro aus dem ESF wird in der JVA ein Projekt gefördert, das 175 straffälligen Frauen und Männern eine berufliche Ausbildung ermöglicht. Getragen wird die Maßnahme vom Berufsfortbildungswerk (bfw), einer gemeinnützigen Bildungsreinrichtung des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Das Projekt "Individuelle Qualifizierung und Schnittstelle zum Arbeitsmarkt - QuAm 10" hat zum Ziel, die berufliche Integration der Strafgefangenen nach Haftende zu verbessern, indem sie über Angebote zur beruflichen Qualifizierung hinaus beim Zugang zum Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das umfasst die Beratung und Hilfe bei der Gestaltung von Bewerbungsunterlagen und den Zugang zu den vielfältig verfügbaren Stellenangeboten der Arbeitsagenturen und internetgestützten Jobbörsen. Es wird außerdem eine begleitende sozialpädagogische Betreuung angeboten. Nach erfolg-reicher Prüfung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bildungsmaßnahme reale Aussichten auf eine Beschäftigung im erlernten Beruf. Das gilt beispielsweise für Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Fräser, Technische Zeichner, Schweißer und Elektroniker. Aber auch die Berufsbilder Buchbinder/-in und Holzme-chaniker/-in werden in der JVA Zweibrücken angeboten.

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Ada-Lovelace-Projekt

Das Ada-Lovelace-Projekt ist ein Rheinland-Pfalz-weites Mentoring-Netzwerk (vertreten an 10 Hochschulstandorten in RLP) mit dem Ziel, Mädchen und junge Frauen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und Berufe zu begeistern. Namensgeberin des Projekts ist Ada Countess of Lovelace (1815-1852), die schon vor über 150 Jahren erste Programme zur Bedienung von Rechenmaschinen schrieb und damit, in einer Zeit, in der Frauen der Zugang zu Universitäten, Akademien und deren Bibliotheken verboten war, viel Mut bewiesen hat. 

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Regionaler Beschäftigungsentwickler (Rhein-Hunsrück-Kreis)

Der Regionale Beschäftigunsentwickler ist ein Förderansatz des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, der an mehreren Standorten in Rheinland-Pfalz speziell auf die Förderung der regionalen Beschäftigungspolitik abzielt. So ist beispielsweise im Rhein-Hunsrück-Kreis ein Regionaler Beschäftigungsentwickler aktiv auf der Suche nach neuen Jobs. Der Diplom-Kaufmann hat die Aufgabe, gemeinsam mit den Unternehmen nach Möglichkeiten zu suchen, wo neue und zusätzliche Arbeitsplätze entstehen können und sie in Fragen der Beschäftigung zu beraten. Zusätzliche Beschäftigungspotenziale hat er besonders rund um den Flughafen Hahn ausgemacht, denn der Logistikbereich gilt als regionale Zukunftsbranche. Darüber hinaus erstellt er regionale Branchenprofile und erarbeitet geeignete Qualifizierungsstrategien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzelner Unternehmen, zum Beispiel für Fluggerätemechaniker am Flughafen Hahn und für Ingenieure von Betrieben, die im Metallbereich tätig sind. Auf diese Weise trägt er dazu bei, die Wirtschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis weiterzuentwickeln. Der Beschäftigungsentwickler arbeitet dabei eng mit dem Regionalrat Wirtschaft, der Arbeitsagentur und der ARGE Rhein-Hunsrück zusammen und hat sein Büro im Jobcenter auf dem Flughafen Hahn. Alleine im Jahr 2008 konnte er auf diese Weise im Rhein-Hunsrück-Kreis 158 offene betriebliche Stellen ermitteln und 78 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Mädchenwerkstatt Ludwigshafen (baff e.V.)

Die Mädchenwerkstatt ist eine Einrichtung zur Lebens- und Berufsplanung für Haupt- und Sonderschülerinnen ab 12 Jahren und damit das erste Angebot dieser Art in Rheinland-Pfalz. Im Konkurrenzkampf um Ausbildungsstellen haben die Jugendlichen mit Haupt- und Sonderschulabschluss die größten Probleme. Mädchen mit sozial schwierigem Hintergrund werden in der Regel wenig gefördert und müssen traditionell weiblichen Rollenerwartungen oft in besonders rigider Weise entsprechen. Diese Mädchen bedürfen daher einer besonderen Unterstützung und Förderung, um einen Ausbildungsplatz und einen qualifizierten Abschluss zu erreichen. In der Werkstatt werden die Mädchen pädagogisch betreut und erlernen den Umgang mit unterschiedlichen Werkzeugen und Materialien sowie grundlegendes theoretisches Wissen wie z.B. technisches Zeichnen, Sprachkompetenzen und Präsentationstechniken. Im Idealfall nehmen die Mädchen über mehrere Jahre hinweg einmal wöchentlich an der Werkstatt sowie an den Angeboten zur schulischen Förderung teil.

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Mit MuT in den Beruf (Arbeit & Leben gGmbH)

Ziel des Projektes ist es, durch die kontinuierliche Begleitung von im Berufsleben stehenden Mentorinnen Schülerinnen mit Migrationshintergrund in der Berufsfindung und bei der Ausbildungsplatzsuche zu unterstützen und systematisch zu fördern. Die Statistik zeigt, dass Schülerinnen mit Migrationshintergrund vergleichsweise niedrigere Schulabschlüsse erreichen. Sie haben zudem erschwerte Bedingungen, ihren Fähigkeiten und Leistungen entsprechend einen Ausbildungsplatz zu finden. Wenn berufstätige und als Mentorin ausgebildete Frauen ihre eigenen Erfahrungen und Kontakte im Beruf und bei der Berufswahl an die Mädchen weitergeben, dann verbessert dies langfristig die Zu-gangschancen der Mädchen in die Berufswelt. Zudem wirkt die Betreuung präventiv, um Verschlechterungen der schulischen Leistungen zu vermeiden und Ausbildungsabbrüchen entgegenzuwirken. Wichtig für die Mädchen ist außerdem, außerhalb des Elternhauses mit einer vertrauten Person über ihre Berufswünsche reden und diskutieren zu können.

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Helferinnen und Helfer in Umwelt- und Naturschutz sowie Burgen- und Landschaftspflege (AWO Neuwied)

Die Teilnehmenden, oft junge Langzeitarbeitslose, helfen bei der Pflege von land- und forstwirtschaftlichen Gebieten, reini-gen Wanderwege, säubern Bäche, pflegen die Ufer, halten Wanderwege in Stand und bauen Sitzbänke entlang des Rheinsteigs. Auch an der Renaturierung des Hammersteins bei Bad Hönningen und des Rheinbrohler Lays wirken die Projektteilnehmer/-innen mit. Die Projekte verfolgen das Ziel, durch die Arbeit für das Gemeinwesen die soziale Integration der am Arbeitsmarkt benachteiligten jungen Langzeitarbeitslosen zu fördern, ihre Beschäftigungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, ihre persönlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erhöhen und somit ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Ergänzt wird das Arbeiten im Außenbereich durch PC-Kurse, Bewerbungstrainings, ein Jobcoaching und eine sozialpädagogische Betreuung. Teilnehmende mit Migrationshintergrund können zudem im Projekt ihre Deutschkenntnisse verbessern.

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Chancen schaffen (Palais e.V.)

Ziel des Projektes ist es, arbeitslosen jungen Müttern den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Werdende und junge Mütter unter 30 fühlen sich oft überfordert. Familie und Beruf, so fürchten sie, lassen sich nicht miteinander vereinbaren. In dem Projekt „Chancen schaffen“ erhalten die jungen Mütter und schwangeren Frauen das Rüstzeug, das es ihnen ermöglicht, die Doppelbelastung zu meistern. Dabei werden nicht nur konkrete Fertigkeiten vermittelt, von Hauswirtschaft und Pflege bis zu beruflichen Grundkenntnissen, ebenso wichtig ist die Entdeckung und Förderung der eigenen, z.B. kreativen oder sozialen, Stärken. Durch den Austausch mit anderen Frauen der Gruppe, die in einer ähnlichen Lage sind, erfahren sie zusätzliche Unterstützung.

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Metall- und Schweißerqualifizierung für Migranten (TÜV Rheinland Akademie GmbH)

An dem Projekt nehmen 12 langzeitarbeitslose Frauen und Männer teil, die einen Migrationshintergrund haben und somit bei der Suche nach einem Arbeitsplatz mehrfach benachteiligt sind. Hintergrund für das Projekt ist der langfristige Bedarf an Mitarbeitern im Bereich Produktionshelfer und Maschinen- oder Anlagenbediener, den viele Betriebe aus der Metallbranche im Westerwald haben. In dem Projekt können ungelernte oder fachfremde Arbeitslose ein Zertifikat in Schweißtechnik oder eine Qualifizierung zum Metallwerker erwerben und so ihre Chance auf einen entsprechenden Arbeitsplatz erhöhen. Mehr als 16 Unternehmen in der Region konnten als Praktikumsbetriebe gewonnen werden, so dass die Teilnehmenden Einblicke in den Arbeitsalltag erhalten und Kontakte knüpfen können. Das Projekt wird zudem von einem Bewerbungstraining flankiert und sozialpädagogisch begleitet.

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Pressemeldungen

30.11.2017

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Trotz Rekord-Arbeitsmarktzahlen Langzeitarbeitslose nicht vergessen

Auch im November ist in Rheinland-Pfalz ein weiterer Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.... mehr


02.11.2017

Neue Bestmarke: Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz erstmals unter 100.000

Die Arbeitslosigkeit hat in Rheinland-Pfalz im Oktober einen historischen Tiefstand erreicht.... mehr


19.10.2017

Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Boppard zu Herausforderungen für Arbeitsmarkt der Zukunft

„60 Jahre ESF – Arbeitsmarktpolitische Herausforderungen gestern, heute und in der Zukunft“ – unter... mehr


29.09.2017

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Arbeitslosigkeit auf neuem Rekord-Tief – Arbeitsmarktpolitische Herausforderungen von morgen bereits heute angehen

„Die Arbeitslosigkeit ist in Rheinland-Pfalz im September auf ein neues Rekord-Tief gesunken. Die... mehr