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Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz wichtige Zukunftsaufgabe

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz wichtige Zukunftsaufgabe

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05.10.2015

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen in Rheinland-Pfalz wichtige Zukunftsaufgabe

„Die herbstliche Belebung nach der Sommerpause hat wieder für einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz gesorgt“, erklärten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in Mainz anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Danach waren in Rheinland-Pfalz im September etwa 109.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind rund 5.500 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,0 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte.


Ein Schwerpunkt rheinland-pfälzischer Arbeitsmarktpolitik ist die Bekämpfung von Langzeitleistungsbezug im SGB II. Unter anderem beschreitet das Land mit dem Modellprojekt „Westpfalzinitiative (WIN)“ gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit und den Jobcentern Pirmasens und Kaiserslautern neue Wege bei der Beratung und Eingliederung von Hartz IV-Empfängern in das Erwerbsleben. Das Land Rheinland-Pfalz finanziert das Projekt „Westpfalzinitiative“ für den Zeitraum von zwei Jahren ab dem 01.04.2014 mit insgesamt 450.000 Euro Landesmitteln.

„Den Schwerpunkt der Unterstützung von Langzeitarbeitslosen zur Integration in den Arbeitsmarkt werden wir weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Er hat, gemeinsam mit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, einen sehr hohen Stellenwert“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Integration von Flüchtlingen in den rheinland-pfälzischen Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsmarkt ist für die Zukunft unseres Landes von großer Bedeutung“, so Malu Dreyer weiter. Damit sie eine schnelle und gute Beratung über ihre künftigen beruflichen Perspektiven erhalten, sollten sie so frühzeitig wie möglich eine Arbeitsmarktberatung bei der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Neben der Beratung, der Förderung über Sprachkurse und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen kann dort auch die Anerkennung von vorhandenen beruflichen Kompetenzen eingeleitet werden. Insbesondere junge Flüchtlinge, für die eine Berufsausbildung in Frage kommt, sollten auch die Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz nutzen.

„Zusätzlich haben wir auch unser arbeitsmarktpolitisches Förderprogramm auf die Erfordernisse von Flüchtlingen ausgerichtet“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Neben der Kompetenzerfassung in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes solle unter anderem ab Januar 2016 der gemeinsam mit der Bundesagentur und den Kommunen finanzierte „Beschäftigungspilot“ flächendeckend in Rheinland-Pfalz angeboten werden. „Der Beschäftigungspilot soll Menschen ansprechen, die noch keinen ausreichenden Zugang zu den Angeboten der Jobcenter beziehungsweise der Bundesagentur für Arbeit haben. Er wird Flüchtlinge auch direkt an ihrem jeweiligen Wohnort aufsuchen und auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit begleiten“, so die Arbeitsministerin.

„Eine Berufstätigkeit und damit eine selbständige Sicherung des eigenen Lebensunterhalts sind neben der Sprache ein wichtiger Schritt für eine gelingende Integration“, erklärten Dreyer und Bätzing-Lichtenthäler abschließend.