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Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler/Reiß: Landesregierung setzt sich für Reduzierung von Analphabetismus ein

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler/Reiß: Landesregierung setzt sich für Reduzierung von Analphabetismus ein

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01.04.2016

Dreyer/Bätzing-Lichtenthäler/Reiß: Landesregierung setzt sich für Reduzierung von Analphabetismus ein

„Mit der beginnenden Frühjahrsbelebung ist die Arbeitslosigkeit im März gesunken. Sie ist gegenüber Februar um rund 2.960 auf 117.300 arbeitslose Menschen zurückgegangen“, unterstrichen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute in Mainz. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 5,5 Prozent.


„Ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Fachkräftesicherung und erklärtes Ziel der rheinland-pfälzischen Landesregierung ist es, durch gezielte Angebote die Anzahl von Analphabeten und Analphabetinnen in Rheinland-Pfalz zu reduzieren“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Vor diesem Hintergrund unterstützen das Bildungsministerium und das Arbeitsministerium über Fördermittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) den Förderansatz „Reduzierung von Analphabetismus“, der bereits seit 2014 umgesetzt wird.

Im Jahr 2016 werden landesweit über 200 Kurse angeboten, die rund 1.000 Betroffene erreichen sollen. Zusätzlich werden im Rahmen des „Grundbildungsnetzwerkes Rheinland-Pfalz“ Personen aus dem Umfeld der Betroffenen angesprochen und regional vernetzt, ehrenamtliche Lernbegleiterinnen und -begleiter qualifiziert und vielfältige Informationsangebote realisiert, um zur Kursteilnahme zu ermutigen. Insgesamt stehen fast eine Million Euro hierfür zur Verfügung – rund 502.000 Euro aus ESF-Mitteln und 411.000 Euro aus dem Haushalt des Bildungsministeriums.

„Ziel der Landesregierung ist es, ein qualitativ hochwertiges und flächendeckendes Angebot zur Vermittlung grundlegender Schreib- und Lesefähigkeit sowie weiterer Fähigkeiten im Rahmen der Grundbildung zu gewährleisten“, unterstrich die Ministerpräsidentin. Die Lernenden sollen am Ende Lese- und Schreibanforderungen, mit denen sie in ihrem Alltag und im Berufsleben konfrontiert werden, selbständig bewältigen können. „Idealerweise schließen sich daran weiterführende allgemeine Bildungsziele an, etwa das Nachholen der Berufsreife, um die Menschen letztlich in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, so Arbeitsministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Dafür bedarf es allerdings einer besonders starken Motivation bei den Teilnehmenden, um die Erfahrung schulischen Misserfolgs sowie die Schwierigkeiten, die Lerndefizite im Alltag verursachen, zu überwinden und einen Kurs für längere Zeit regelmäßig zu besuchen.“

Bildungsministerin Vera Reiß ergänzte: „Lesen und Schreiben sind grundlegende Voraussetzungen für die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Mit unserem umfassenden Handlungsansatz, der neben einem modularen Kursangebot auch die Sensibilisierung des Umfeldes der Betroffenen einschließt, eröffnen wir diesen Menschen neue Lebenschancen, nicht nur im Hinblick auf Ausbildung und Beruf.“

Die vom Analphabetismus betroffenen Personen bringen in der Regel unterschiedliche Voraussetzungen mit. Die geförderten Projekte richten sich an lese- und schreibschwache Personen.

Weitere Informationen zum ESF finden Sie auf der Internetseite www.esf.rlp.de.