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Die Rheinland-Pfälzische ESF-Jahreskonferenz 2013 am 29.11.2013

Die Rheinland-Pfälzische ESF-Jahreskonferenz 2013 am 29.11.2013

Jugendarbeitslosigkeit birgt Sprengkraft

„Erstmals in der langen Geschichte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Großregion haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der ESF-Verwaltungsbehörden aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Luxemburg, Lothringen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens über Perspektiven der transnationalen Zusammenarbeit in der Jugendarbeitsmarktpolitik ausgetauscht.
 
Damit ist der Grundstein gelegt worden für gemeinsame Arbeitsmarktprojekte, von denen die Jugendlichen, aber auch die Verwaltungen profitieren.“ Das erklärte Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds in Pirmasens.
 
Mit dem Titel „Arbeitsmarktpolitik für Jugendliche in der Großregion – Chancen und Möglichkeiten des Europäischen Sozialfonds“ griff die Veranstaltung ein brandaktuelles Thema auf. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der daraus resultierenden Staatsschuldenkrise betrifft vor allem die Jugendlichen. Die Jugendarbeitslosenquote ist in der EU mit 23,5 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die Gesamtarbeitslosenquote (11 Prozent).
 
Die Großregion mit ihren Teilregionen Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonie und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens weist mit mehr als 213.000 Grenzpendlerinnen und Grenzpendlern die größten Grenzgängerströme in Europa auf. Insbesondere die fortgeschrittene Integration des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes prägt ihren Charakter als europäische Modellregion. Doch auch in der Großregion, erklärte der Minister, stelle die hohe Jugendarbeitslosenquote von 16,7 Prozent ein Problem mit sozialer und wirtschaftspolitischer Sprengkraft dar. Die rheinland-pfälzische Präsidentschaft des Gipfels der Großregion und die ESF-Verwaltungsbehörde Rheinland-Pfalz haben es sich deswegen zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit in der Jugendarbeitsmarktpolitik zu verbessern, einen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu leisten und wertvolle Fachkräfte für die Unternehmen in der Großregion zu sichern.
 
„Ich bin überzeugt davon, dass nicht nur die europäische und die nationale Ebene, sondern insbesondere auch die Großregion einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit leisten kann. Wenn Jugendliche aus Frankreich, Luxemburg oder Belgien in ihren Regionen keinen Ausbildungs- der Arbeitsplatz bekommen, finden sie vielleicht einen in Rheinland-Pfalz – und umgekehrt. Es wäre fahrlässig, wenn wir die Möglichkeiten, die uns die Großregion bietet, nicht nutzen würden. Voraussetzung dafür ist, dass wir gemeinsam bereit sind, entsprechende Strukturen der Zusammenarbeit aufzubauen und diese kontinuierlich und verbindlich zu gestalten“, betonte Schweitzer.
 
Bei der ESF-Jahreskonferenz 2013 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften die Themen Jugendarbeitsmarktpolitik und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa am Beispiel der Großregion. Sie gingen der Frage nach, welche Ansätze der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bestehen, wie diese weiterentwickelt werden können und wie bestehende europäische Initiativen und Förderinstrumente, beispielsweise die EU-Beschäftigungsinitiative für junge Menschen und der Europäische Sozialfonds, für die Großregion nutzbar gemacht werden können. Dazu stellten die Vertreterinnen und Vertreter der ESF-Verwaltungsbehörden der Teilregionen die Planungen für die neue ESF-Förderperiode 2014-2020 für die Zielgruppe Jugendliche dar und erörterten Möglichkeiten und Grenzen der transnationalen ESF-Förderung.
 
„Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden. Es gibt auf europäischer Ebene verschiedene erprobte Förderinstrumente und Koordinierungsmethoden, die auch im grenzüberschreitenden Kontext zu einer besseren Zusammenarbeit der Verwaltungsbehörden beitragen können. Eine engere Zusammenarbeit im Bereich des Europäischen Sozialfonds ist ein erster Schritt in diese Richtung“, so der Arbeitsminister.

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