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„Beschäftigungscoach“ – 19 Projekte unterstützen Beschäftigte in Kurzarbeit


„In Rheinland-Pfalz verzeichnen wir im August einen weiteren leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dennoch wirkt sich die Corona-Pandemie nach wie vor auf den Arbeitsmarkt aus.“ Das sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Arbeitsminister Alexander Schweitzer anlässlich der Bekanntgabe der aktuellen Arbeitsmarktdaten in Mainz. Demnach waren im August in Rheinland-Pfalz insgesamt 110.431 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 675 weniger als im Juli und 19.214 weniger als im August des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote blieb gegenüber Juli unverändert bei 4,9 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 5,7 Prozent.

Arbeits- und Transformationsminister Alexander Schweitzer: „Viele Beschäftigte sind weiterhin in Kurzarbeit, ihre Betriebe befinden sich zum Teil in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und sie stehen vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Ich begrüße daher die Pläne von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die zu Beginn der Pandemie angepassten Kurzarbeitsregelungen bis März 2022 zu verlängern und die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge mit der Weiterbildung der Beschäftigten zu verknüpfen. In der Arbeitswelt wird es kein Zurück mehr geben. Die Pandemie hat die Transformation beschleunigt und es ist daher jetzt wichtig, die Menschen auf den digitalen Wandel und die sich verändernde Arbeitswelt einzustellen. Berufliche Weiterbildung ist ein zentraler Schlüssel dazu.“

Der Arbeits- und Transformationsminister wies in diesem Zusammenhang auf das Förderprogramm Beschäftigungscoach hin, das im Rahmen der Arbeitsmarktinitiative #rechargeRLP entwickelt wurde und seit Juni dieses Jahres umgesetzt wird. Der Beschäftigungscoach verfolgt einen präventiven Ansatz und zielt darauf ab, durch die Qualifizierung von Beschäftigten deren Übergang in die Arbeitslosigkeit zu vermeiden und sie stattdessen auf die Herausforderungen der Transformation der Arbeitswelt vorzubereiten. Dabei setzen die Projekte auf das aufsuchende Coaching von Beschäftigten, erstellen gemeinsam Kompetenzprofile, sensibilisieren die Teilnehmenden durch gezielte Ansprache für die Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung, helfen ihnen bei der Suche nach individuell passenden Weiterbildungsmaßnahmen und finanzieller Förderung und zeigen – falls dies zum Beispiel infolge innerbetrieblicher Umstrukturierungen notwendig ist – Möglichkeiten der beruflichen Neuorientierung auf. An dem Förderprogramm Beschäftigungscoach, das aus Mitteln des EU-Hilfsprogramms REACT-EU in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro gefördert wird, können Beschäftigte in Rheinland-Pfalz teilnehmen, und zwar unabhängig davon, ob sie derzeit in ihrem erlernten Beruf arbeiten und welche Qualifikationen sie mitbringen. Das Coaching ist für die Teilnehmenden kostenlos.

„Seit Juni sind 19 Projekte im Förderprogramm Beschäftigungscoach gestartet. Ziel ist es, den Beschäftigten unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen individuellen Situation dabei zu helfen, sich entweder auf neue Tätigkeiten innerhalb ihres Betriebes oder auf Beschäftigungen außerhalb des Unternehmens vorzubereiten und – im besten Fall – gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, so Schweitzer.

Beschäftigte, die Interesse an einem Coaching haben, finden unter www.beschaeftigungscoach.rlp.de eine Übersicht über Projekte in der Nähe sowie die Kontaktdaten der jeweiligen Coaches.