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Weniger Arbeitslose im März – Land fördert insbesondere Menschen mit besonderen Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt

Im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz gesunken. Wie aus den Meldungen der Arbeitsagenturen im Land hervorgeht, waren in diesem Monat 126.642 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.503 weniger als im Februar, aber 7.245 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Im März des Vorjahres lag sie bei 5,3 Prozent.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer betonte mit Blick auf die aktuellen Zahlen: „Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust, er steht jedoch vor vielfältigen Herausforderungen. Neben der unsicheren globalen Wirtschaftslage, dem demografischen Wandel und der Transformation der Arbeitswelt spüren wir auch zunehmend den Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel in Rheinland-Pfalz. Umso mehr braucht es eine vorausschauende Arbeitsmarktpolitik, die die Menschen über die Regelsysteme hinaus unterstützt.“

Arbeitsministerin Dörte Schall betonte, dass trotz des hohen Bedarfs an Arbeits- und Fachkräften weiterhin zahlreiche Menschen im SBG II-Bezug besondere Schwierigkeiten hätten, eine Anstellung zu finden: „Der Anspruch unserer Arbeitsmarktpolitik ist es daher, keinen Menschen aufzugeben und Arbeitslose im SGB II Bezug so zu fördern, dass ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöht wird. Wir setzen hier in enger Kooperation mit den Jobcentern einen Schwerpunkt, um SGB II-Beziehende, die beim Einstieg in den Arbeitsmarkt vor besonderen Hürden stehen, gezielt und bedarfsgerecht zu unterstützen“. Zu diesen Hürden zählen eine fehlende Berufsausbildung, familiäre Belastungen, ein Migrations- oder Fluchthintergrund oder fehlende digitale Kompetenzen.

Ziel der Landesregierung sei es, passgenaue Angebote für SGB II-Beziehende flächendeckend im Land vorzuhalten. Arbeitsministerin Dörte Schall hob in diesem Zusammenhang besonders die etablierten ESF+-Förderansätze Bedarfsgemeinschaftscoaching, Frauen aktiv in die Zukunft und Perspektiven eröffnen Plus hervor. Diese Programme richten sich vor allem an Menschen mit Langzeitleistungsbezug. Vor dem Hintergrund der Transformation der Arbeitswelt sei es zudem von größter Bedeutung, dass Benachteiligte und Geringqualifizierte nicht den Anschluss an die digitale Entwicklung verlieren. Daher legten die Projekte im Förderansatz Perspektiven eröffnen Plus einen Schwerpunkt auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen.

Die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt sei ein weiterer arbeitsmarktpolitischer Schwerpunkt der Landesregierung. Zielgruppe sind langzeitleistungsbeziehende Frauen sowie Frauen im Kontext von Fluchtmigration, die einen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II haben. Die Projekte berücksichtigen die regionalen Bedarfe und die spezifische Ausgangslage der Frauen. Sie bieten Beratung, Coaching und Qualifizierung zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit.

„Um den gefährlichen Teufelskreis der Arbeitslosigkeit zu durchbrechen, nimmt das Arbeitsministerium mit dem aufsuchenden Bedarfsgemeinschaftscoaching zudem die besondere Situation und Bedürfnisse von Familien und Kindern in den Blick“, so Schall. Die Fachkräfte in den Projekten nehmen hierbei eine Lotsenfunktion zu bestehenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten ein. Familiäre Strukturen, die eine langfristige Abhängigkeit von staatlichen Leistungen erwarten lassen, werden gezielt angegangen.

Im Jahr 2025 werden in den drei Förderansätzen Perspektiven eröffnen Plus, Frauen aktiv in die Zukunft und Bedarfsgemeinschaftscoaching 67 Projekte im Land umgesetzt, an denen insgesamt rund 2.000 Menschen im SGB II-Bezug teilnehmen. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit von mehr als 65 Prozent der Teilnehmenden deutlich zu erhöhen. Die Projekte werden insgesamt mit rund 6 Millionen Euro aus dem ESF+, 3,3 Millionen Euro aus Landesmitteln und 4 Millionen Euro aus Mitteln der Jobcenter gefördert.

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